Gedenkveranstaltung 9. November

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 initiierten die Nationalsozialisten deutschlandweite Pogrome gegen Jüdinnen und Juden und Einrichtungen der jüdischen Gemeinden. Synagogen wurden zerstört, Bürger:innen verfolgt, misshandelt oder ermordet, Geschäfte und Wohnungen geplündert. Auch in Osnabrück verwüstete ein rechter Mob die Synagoge an der heutigen „Alte-Synagogen-Straße“ und setzte sie in Brand.

Jährlich erinnert eine Gedenkveranstaltung an die Osnabrücker:innen, die nicht nur in der Pogromnacht, sondern bereits in den Jahren zuvor und vor allem bis 1945 Opfer der menschenverachtenden Ideologie der Nationalsozialisten wurden. Die Veranstaltung ist auch ein engagiertes Bekenntnis gegen Antisemitismus, Rassismus und politische Verfolgung in der Gegenwart.

Seit dem Jahr 2001 gestalten Osnabrücker Schulen die zentrale Gedenkfeier. In diesem Jahr haben Schüler:innen der Gesamtschule Schinkel Osnabrück die Aufgabe übernommen.

Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung am Nachmittag des 9. November in der Aula des Schlosses Osnabrück wird ein Gedenkgang zum Ort der zerstörten Synagoge an der Alte-Synagogen-Straße überleiten. Hier findet die Kranzniederlegung am Mahnmal „Alte Synagoge“ statt. Ein Rahmenprogramm bietet weitere Veranstaltungen zum Themenkontext Nationalsozialismus an.

Informationen: Büro für Friedenskultur, Tel. 0541 323 2462,

Foto: Sammlung Ordelheide (NLA OS, Erw A 45, Akz. 2009/15)

Datum

09. Nov 2022

Uhrzeit

16:30 - 18:30

Preis

Eintritt frei

Ort

Aula des Schlosses
Neuer Graben 29, Osnabrück
Kategorie

Veranstalter

Trägergemeinschaft 9. November