Antisemitismus – lässt er sich verhindern?

Osnabrücker Friedensgespräche

Podiumsdiskussion mit
– Prof. Dr. Julia Bernstein, Soziologin, Frankfurt University of Applied Sciences
– Dr. Franz Rainer Enste, Niedersächsischer Landesbeauftragter gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens

Antisemitismus ist in Deutschland wieder hoffähig, ja alltäglich geworden. Es sind nicht mehr nur die Internet-Hass-Kommentare weniger Hetzerinnen und Hetzer, die von Biologischen Schädlingen, Dämonischen Verursachern der Pandemie und der Klimakrise „schwurbeln“. Wie verschiedene Studien der letzten Jahre gezeigt haben, breitet sich antisemitisches Gedankengut in Deutschland aus und im Zuge der Corona-Pandemie häufen sich antisemitische Verschwörungsmythen und Holocaustrelativierungen. Laut einer aktuellen Umfrage des Jüdischen Weltkongresses denkt jeder fünfte erwachsene Deutsche antisemitisch, unter jungen Menschen ist der Anteil sogar noch höher und das Wissen über den Holocaust nimmt zunehmend ab.

Wie kann dieser alarmierenden Entwicklung entgegengewirkt werden? Brauchen wir eine Verschärfung von Gesetzen und eine konsequentere Verfolgung von Straftaten? Oder kann Antisemitismus mit Aufklärung, Politik, Bildung und Entfaltung der Schönheit des Judentums begegnet werden? Darüber reflektieren Prof. Dr. Julia Bernstein und Dr. Franz Rainer Enste.

Gesprächsleitung: Prof. Dr. Reinhold Mokrosch, Universität Osnabrück

Aktuelle Informationen unter www.ofg.uni-osnabrueck.de

Foto: domoskanonos / iStock Photo

Datum

27. Okt 2022

Uhrzeit

19:15

Preis

Eintritt frei

Ort

Aula des Schlosses
Neuer Graben 29, Osnabrück

Veranstalter

Osnabrücker Friedensgespräche