Al-Aqsa oder Tempelberg: Der ewige Kampf um Jerusalems heilige Stätten

Der Tempelberg ist nach dem jüdischen Tempel benannt, der von den Babyloniern und nach seinem Wiederaufbau von den Römern zerstört wurde. Später errichteten auf dem Areal die Muslime ihre Moscheen, die nach Mekka und Medina die drittheiligsten Stätten im Islam sind. In der osmanischen Ära war es den Juden erlaubt, an der Klagemauer, einem Überrest der herodianischen Tempelanlage, unter Auflagen zu beten. Um diese wurde in der britischen Mandatszeit immer wieder heftig gestritten. Nach der israelischen Besetzung Ostjerusalems 1967 dürfen die Muslime ihre heilige Stätte weiter verwalten. Nichtmuslimischen Besuchern ist das Beten dort verboten. Im letzten Jahrzehnt nahm die Zahl der jüdischen Tempelberg-Pilger wie auch ihr Einfluss zu. Die Netanjahu-Regierung ließ sie sogar dort leise beten und unterdrückte Proteste der Palästinenser. Diesen Kurs scheint auch die Nachfolgeregierung zu fahren.

Der Referent, Dr. Joseph Croitoru, ist Historiker und Journalist (u.a. FAZ, Spiegel und taz). 2021 erschien sein Buch „Al-Aqsa oder Tempelberg. Der ewige Kampf um Jerusalems heilige Stätten“.

Anmeldung und Information: www.vhs-os.de oder Telefon 0541 323-2243

Foto: Simon11uk / iStock Photo

Datum

02. Jun 2022

Uhrzeit

19:30

Preis

Eintritt frei

Ort

Volkshochschule
Bergstraße 8, Osnabrück

Veranstalter

Volkshochschule Osnabrück | Deutsch-Palästinensische Gesellschaft e.V. | Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Osnabrück e.V.